Mindestschallschutz reicht nicht....

Lärm macht Krank...

...deshalb ist ein ausreichender Schallschutz ausschlaggebend für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner. Dabei ist der Mindestschallschutz nach DIN 4109 nicht ausreichend, auch wenn es im Vertrag steht. Denn es ist ohne weiteres, insbesondere ohne Mehrkosten, möglich einen besseren (den geschuldeten) Schallschutz auszuführen.

Mit den geeigneten Maßnahmen, kann man eine gute Schalldämmung erreichen. Durch sie wird gewährleistet, dass im Innern des Gebäudes keine Geräuschbelästigungen auftreten können. Damit geeignete Maßnahmen zur Schalldämmung ergriffen werden können, muss zunächst der maßgebliche Außenlärmpegel, der auch kurz mit LAF bezeichnet wird, ermittelt werden.

Näheres zum Schallschutz von Fenstern (Schallschutzklassen 1 bis 6 nach VDI 2719) finden Sie in der Broschüre des Umweltbundesamtes "Schallschutz von Fenstern". Eine gute Einführung zum Schallschutz und Schallschutz von Türen (Schallschutzklassen 0 bis 5 nach VDI 3728) finden Sie unter dem vorstehenden Link.

Wie laut es bei Ihnen sein könnte, erfahren über die Lärmkarten Ihrer Städte (z.B. Karlsruhe). Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie weitere Fragen haben.

Was bedeutet Schall?

Lärmskala nach Prof. Moll, Berlin (2008)

Lärmskala nach Prof. Moll, Berlin (2008)

Bedeutung des Mindestschallschutz nach DIN 4109

Der Mindestschallschutz nach DIN 4109 soll vor unzumutbarer Belästigung schützen. Keinesfalls bieten die Anforderungen ein komfortables Schutzniveau. Die Anforderungen der DIN 4109 entsprechen für viele Bauteile und Bauweisen schon lange nicht mehr dem, was tatsächlich erreicht werden kann. Es ist auch allgemein anerkannt, dass man sich in üblichen Vertragswerken im Hochbau nicht mehr auf diesen Normenteil berufen kann.

Ob der Schallschutz in Ordnung ist, wird deshalb im Streitfall anhand eines Vergleichs mit dem "üblichen Schallschutz" ermittelt. Der heute ohne weiteres erreichbare Schallschutz liegt deutlich über den Mindestanforderungen der DIN 4109. Weiterhin wird im Streitfall geprüft, ob die gewählte Bauweise einen höheren Schallschutz erreichen kann als den "üblichen Schallschutz". In diesem Fall ist der Schallschutz maßgeblich, den die Konstruktion erreichen kann. Selbst wenn im Vertrag ein geringerer Wert vereinbart wurde, und dieser vereinbarte Wert dem üblichen Schallschutz entspricht, kann es sein, dass dann der höhere, konstruktionsbedingte Schallschutz zu erreichen wäre. Eine Abweichung davon würde einen Mangel darstellen.

In der Regel sollte ein erhöhter Schallschutz nach DIN 4109 Beiblatt 2, Schallschutzstufe II oder III nach VDI 4100 oder ein erhöhtes Niveau nach DEGA-Richtlinie 103 angestrebt und vertraglich vereinbart werden. Wie sich die Situation ändert, bleibt abzuwarten, wenn die neue DIN 4109 eingeführt wird.

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