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Volksverdämmung?

Der Spiegel beschreibt in seiner Printausgabe 49/2014 wie wir durch Dämmen Bauschäden (v.a. Schimmel) produzieren und gibt an die Maßnahmen würden nicht die gewünschte Energieeinsparung bringen.

Fakt ist: wenn die energetische Sanierung Ihres Gebäudes richtig geplant wurde, ist die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung äußerst gering. Der wichtigste Faktor ist ein ausreichender Luftwechsel (vgl. §6 (2) EnEV 2014). Nicht immer sind hierzu hochtechnische Anlagen nötig - nicht jeder will in einem "High-Tech-Haus" leben, das unter Umständen auch hohe Wartungskosten nach sich zieht. Fakt ist auch, dass Sie durch eine Dämmmaßnahme/Fenstertausch die Oberflächentemperaturen der Wandflächen erhöhen. Das steigert das thermische Behaglichkeit. Man muss weniger heizen, um sich gleich behaglich zu fühlen. Alleine durch die gestiegenen Oberflächentemperaturen wird der Heizenergieverbrauch gesenkt. Fakt ist aber auch: die mit dem Energieausbedarfsausweis prognostizierten Verbräuche können um 50% nach unten oder oben abweichen. Eine tatsächliche Amortisation zu berechnen ist daher äußerst schwierig.

Eine energetische Sanierung empfiehlt sich daher meistens nur, wenn man ohnehin an dem Bauteil (Fenster, Außenwand, etc.) etwas tun muss. Über Dämmstärken und Arten sollte man sich - auch von Seiten des Gesetzgebers - noch Gedanken machen. Eine Dämmung der Gebäudehülle über das Niveau eines KfW-Effizienzhaus 55 bringt zudem in der Regel keine signifikante Verbesserung mehr. Ist die Lebensdauer des Gebäudes nicht mehr ausreichend lang, ist der Grundriss nicht mehr zeitgemäß oder die Nutzungsdauer durch den gegenwärtigen Eigentümer vorhersehbar nicht mehr lange, so muss man auch nicht dämmen. Fakt ist: Der Dämmstoffe Polystyrol ist eine Möglichkeit zu dämmen (vgl. §25 EnEV 2014). Neben Polystyrol gibt es eine ganze Reihe anderer Dämmstoffe, die z.B. aus nachwachsenden Rohstoffen produziert werden. Schimmel entsteht nicht durch dämmen oder nicht dämmen, durch den ein oder anderen Dämmstoff, sondern hauptsächlich durch die verbesserte Luftdichtheit bei Gebäuden nach einer Sanierung.

Warnung vor Preisblasen

Das Manager Magazin berichtet in seiner Online-Ausgabe vom 24.9.2012, dass sich die Rendite bei Immobilienkäufen stark rückläufig entwickelt. Der Grund sei der hohe Kaufpreis in Relation zu kaum oder nicht steigenden Mieteinnahmen. Die Kaufpreise seien in vielen Gebieten irrational hoch. Dies könnte auf eine Preisblase hindeuten.

Wann lohnt der Kauf denkmalgeschützter Immobilien?

Das Wirtschaftsmagazin "Impulse" berichtet in seiner Ausgabe 9/2012, dass der Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie als Wertanlage nur für sehr gut verdienende Privatanleger ab einem Einkommen von 150.000 Euro und mehr lukrativ ist. Es heißt: "Bei Anlegern mit Spitzensteuersatz zahlt das Finanzamt praktisch die Hälfte der Sanierungskosten mit", sagte die Kasseler Steuerberaterin Annette Schaefer gegenüber 'impulse'. Für Anleger mit geringerem Jahreseinkommen und niedrigerem Steuersatz macht eine solche Investition hingegen kaum Sinn und kann unter Umständen sogar erhebliche finanzielle Nachteile mit sich bringen. Außerdem muss der Kaufpreis genau geprüft werden, denn das wachsende Interesse an Immobilienbesitz hat den Markt vielerorts bereits überhitzt. Eine Faustregel besagt das 14- bis 18-fache Jahresnettokaltmiete, d.h. Miete abzgl. Kosten, gilt als angemessener Kaufpreis.

Trinkwasserverordnung (11 / 2011) - was ist neu?

Nur geprüfte Qualität einbauen: Um die Qualität des Trinkwassers vor Verunreinigungen zu schützen, werden Installationsbetreiber auf die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik verpflichtet. Sie dürfen nur Leitungen und Armaturen einsetzen, die nachweislich entsprechend geprüft wurden. Ein solcher Nachweis geht aus Prüfzeichen hervor. Wer nicht geprüfte Installationsbauteile neu einbaut, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Legionellen-Check: Trinkwasser-Installationen sind entsprechend Trinkwasserverordnung müsen nun auch in Mietshäusern ab November 2011 regelmäßig auf Legionellen untersucht werden. Das legt die 1. Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 3. Mai 2011 fest. Bisher galt diese Regelung nur für Gebäude, in denen Wasser an die Öffentlichkeit abgegeben wird. Die Verordnung führt zudem für Legionellen erstmals einen so genannten "technischen Maßnahmenwert" ein. Er liegt bei 100 KBE / 100ml Wasser. Wird dieser Wert erreicht oder überschritten, ist der Anlagenbetreiber dazu verpflichten, die Ursache der Belastung zu ermitteln und zu beheben.



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